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Mo, 06.07.2020Eine Demokratie kann und muss Streit ertragen

Niedersächsischer Innenminister Boris Pistorius: "Eine Demokratie kann und muss Streit ertragen." Foto: Daniel Biskup

Titelseite der neuen Ausgabe von „horizont e“. Grafik: ELKiO

Der Niedersächsische Innenminister Boris Pistorius schätzt Debatten und Diskussionen, warnt aber vor anonymen Angriffen im Netz. Eine Demokratie könne und müsse Streit ertragen. Wenn die sich die Angriffe aber gegen Ehrenamtliche richteten, hätte das zur Folge, dass die sich zurückzögen – und „dann löst sich das Fundament auf, auf dem unsere Gesellschaft steht. Dann stirbt Demokratie von unten“, so Innenminister Pistorius im Interview mit dem Magazin der Ev.-Luth. Kirche in Oldenburg „horizont e“.
   
Streiten sei sinnvoll und gut, im Privaten oder auch in der Politik. Streit sei in einer Demokratie insbesondere dann nötig, „wenn der Staat Grundrechte einschränkt, so wie gerade in der Corona-Pandemie. Dann muss man debattieren und diskutieren über die Frage: Sind diese Beschränkungen richtig?“, betont Pistorius. Doch es sei destruktiv, wenn eine Auseinandersetzung persönlich und verletzend werde. „Wo es keinen Zusammenhalt mehr gibt, öffnet man Extremisten und Populisten Tür und Tor, weil jeder nur noch für sich unterwegs ist.“

 

Es gebe mittlerweile eine „ausgeprägte Tendenz zu einem Schwarz-Weiß-Denken, zu einer Trennung in Gut und Böse. Jeder beansprucht für sich, im Besitz der allein selig machenden Wahrheit zu sein. Das ist bedenklich, weil krude Meinungen und abwegige Auffassungen durch die Sozialen Medien eine immense Verbreitung finden“, so Niedersachsens Innenminister Boris Pistorius. Dazu komme, dass durch die Möglichkeit, anonym zu streiten, viele Hemmschwellen gefallen seien.
   
Magazin „horizont e“ mit neuem Konzept und neuem Layout
„evangelisch – ehrenamtlich – engagiert“ – Magazin für ehrenamtliches Engagement in der oldenburgischen Kirche

 

Mit einem inhaltlich und optisch überarbeiteten Konzept ist die neue Ausgabe von „horizont e“ erschienen. Das Magazin der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Oldenburg richtet sich mit einer Auflage von 13.000 Exemplaren an haupt- und ehrenamtlich Mitarbeitende. Das neue Konzept rückt die engagierte Arbeit von Ehrenamtlichen mit ihren vielfältigen Projekten und Ideen im Oldenburger Land noch stärker in den Fokus. Ehrenamtliche und ihre Projekte werden exemplarisch vorgestellt.

 

Mut zur Veränderung macht in „horizont e“ auch der Direktor des Sozialwissenschaftlichen Instituts der EKD in Hannover, Prof. Georg Lämmlin. „Wer sich auf das Abenteuer Veränderung einlässt, gewinnt nicht nur eine große Freiheit, sondern auch Vertrauen in die eigenen Stärken – die Menschen ebenso wie die Kirche", schreibt er.

 

Mit anregenden Texten, prägnanten Informationen, Positionen und Standpunkten, aber auch mit Unterhaltsamem will „horizont e“ Menschen in ihrem Ehrenamt stärken und zum Diskurs ermutigen. Mit einer inhaltlichen und grafischen Neuausrichtung, die sich aus einer umfan greichen Befragung im vergangenen Jahr ergeben hat, berichtet „horizont e“ von verschiedensten Projekten, bieten Anregungen und Tipps. Dabei ist die Themenpalette von „horizont e“ vielfältiger geworden, da es auf die Konzentration auf einen Themenschwerpunkt pro Ausgabe verzichtet.
 
 

Die aktuelle Ausgabe von „horizont e“ kann als *.pdf-Datei heruntergeladen werden. Größe: 3,43 MB.
   
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Hinweis zur inhaltlichen Verantwortung

Inhaltlich verantwortlich für die hier angezeigten Meldungen ist die Pressestelle der Ev.-Luth. Kirche in Oldenburg. Bei Hinweisen und Fragen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.

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